Weichenstellung für den Strukturwandel

Nahverkehr Rheinland schafft Voraussetzungen zum Abruf von Fördermitteln für den Strukturwandel.

Dierk Timm vor einer Bahn mit NVR Aufdruck. Text: Weichenstellung: Strukturwandel

Die Gremien des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland (NVR) haben in ihren Sitzungen die Voraussetzungen geschaffen, um kurzfristig Fördermittel aus den Fördertöpfen für den Strukturwandel im Rheinischen Revier zu beziehen. Dabei geht es zum einen um die Schaffung moderner Mobilstationen an Verkehrsknotenpunkten. Damit würde das seit längerem laufende, aber bisher nur sehr stockend umgesetzte Programm zur Aufwertung von Haltepunkten zu Mobilstationen, deutlich ausgeweitet werden können.

Zum anderen wurden die nötigen Mittel bereitgestellt, um den zu erwartenden Eigenanteil bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien zur Erweiterung des Schienennetzes im Rheinischen Revier zu finanzieren.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dierk Timm, der auch Mitglied in der Zweckverbandsversammlung des NVR ist, erläutert:

„Noch bevor die nötigen Förderrichtlinien aus Bund und Land endlich vorliegen, haben wir im NVR unsere Hausaufgaben gemacht. Die Aufwertung der Verkehrsinfrastruktur im Rheinischen Revier ist wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Strukturwandels, für die Verkehrswende und den Klimaschutz. Wir könnten direkt loslegen. Es zeigt sich, dass es richtig war, schon sehr frühzeitig Personal speziell für das Thema Strukturwandel einzustellen. Leider sind nicht alle Ebenen so schnell und koordiniert bei der Sache.“

Hintergrund:

Machbarkeitsstudien sind Voraussetzung für Streckenneubauten, -erweiterungen und -umgestaltungen. Für die Aufwertung des Streckennetzes im Rheinischen Revier, der Schaffung neuer Kapazitäten und der möglichen Nutzung von bisherigen Betriebsstrecken sind entsprechende Studien nötig.

Hier sind zurzeit folgende Studien mit Bezug zum Rhein-Erft-Kreis geplant:

  • Klärung des Trassenverlaufs zwischen Jülich und Bedburg; Betriebskonzept; Betrachtung der Gesamtachse Aachen – Düsseldorf
  • Mögliche Nutzung der RWE Trassen: Untersuchung der „Nord-Süd-Bahn“ und „Hambach-Bahn“, wie diese in das regionale Streckennetz eingebunden werden können und welche rechtlichen Schritte und Infrastrukturmaßnahmen dafür nötig sind.
  • Haltepunkt Kerpen-Geilrath: Klärung der Auswirkungen eines Bahnhofneubaus in Kerpen-Geilrath auf den Fahrplan und die Infrastruktur der S 13 Horrem – Düren.
  • Ausbau SPNV-Achse Bedburg – Kerpen-Horrem – Erftstadt: Untersuchung eines weiteren Ausbaus des Streckenabschnitts Bedburg – Kerpen-Horrem und Weiterführung einer SPNV-Linie in Richtung Erftstadt, Klärung des Trassenverlaufs Kerpen-Horrem – Erftstadt, Erarbeitung eines Betriebskonzeptes.

Mobilstationen bezeichnen Haltepunkte, die eine Vielzahl von Qualitätskriterien erfüllen müssen. Bisher sind solche, deutlich aufgewerteten Haltepunkte nur an wenigen Stellen im Rhein-Erft-Kreis errichtet und für eine Handvoll weitere Standorte im nächsten Jahr geplant. Die SPD im Rhein-Erft-Kreis und in den zuständigen Gremien setzt sich schon länger für deutlich mehr solcher Stationen ein, die den Reisekomfort deutlich erhöhen und zum Beispiel das Radpendeln durch eine entsprechende Infrastruktur deutlich erleichtern. Auch die bislang sehr langsame Realisierung wird von den Sozialdemokraten kritisiert. Hier könnten Strukturwandelmittel helfen, schneller die nötigen Verbesserungen für eine moderne Verkehrsinfrastruktur zu schaffen.

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