S-Bahn „Bedburg – Grevenbroich – Neuss – Düsseldorf“ soll kommen

Gute Nachrichten aus Berlin – die Chancen auf eine S-Bahn von Bedburg in Richtung Düsseldorf sind deutlich gestiegen, denn das Vorhaben soll Teil des Strukturstärkungsgesetzes werden, welches den Ausstieg aus der Braunkohle und den Umbau des Rheinischen Reviers regeln soll.

Rückenwind für den Original S-Bahn Plan der SPD: Die Verbindung Bedburg Düsseldorf soll kommen

„Seit vielen Jahren fordert die Rhein-Erft SPD die Regionalbahn 38 in eine S-Bahn Linie mit enger Taktung umzuwandeln. Nach Rückschritten wie der Linientrennung in Bedburg (RB 38 in Richtung Köln und RB39 in Richtung Düsseldorf) scheint sich die Situation nun zum Guten zu wenden. Bereits 2010 habe ich gemeinsam mit Guido van den Berg die Idee einer Erft-S-Bahn skizziert – nun haben wir endlich die Chance auf Realisierung. Die Linie ist absolut prädestiniert, um die hervorragende geographische Lage der Städte Bergheim, Elsdorf und Bedburg zwischen Köln und Düsseldorf für Wohnungssuchende und neue Unternehmen auf eine neue Art nutzbar zu machen “, so der stellvertretende Vorsitzende und Verkehrsexperte der Rhein-Erft SPD, Dierk Timm.

„In den vergangenen Monaten haben wir die Erweiterung der S-Bahn Planung in Richtung Düsseldorf erneut intensiviert und unsere Forderungen erneuert. Der Bürgermeister der Stadt Grevenbroich, Klaus Krützen hat das Anliegen der Städte Bedburg, Grevenbroich, Neuss und Düsseldorf mit einem gemeinsamen Schreiben stellvertretend mit Daniel Rinkert (SPD Vorsitzender im Rhein-Kreis Neuss) nach Berlin getragen. Ich bin sehr froh, dass die Verhandlungsführer der NRW Landesgruppen der SPD (Dietmar Nietan MdB) und der CDU (Georg Kippels MdB) sich auf die Aufnahme der Maßnahme in das Strukturstärkungsgesetz verständigt haben – das hilft uns bei der Herkulesaufgabe Strukturwandel enorm“, so Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg und Beauftragter für Strukturwandel der SPD Mittelrhein.

 „Der gesamte nördliche Rhein-Erft-Kreis profitiert auch von der Idee, dass Grevenbroich in Zukunft als Scharnier mehrerer S-Bahn Linien fungieren soll. Von dort aus soll es in Zukunft schneller nach Köln, Düsseldorf und über Jülich nach Aachen gehen – das ist sehr gut für viele Pendler, die heute noch stark auf das Auto angewiesen sind. Die Autobahnen schaffen die Verkehrslast zu den Stoßzeiten bereits heute kaum noch. Wir haben nun die Chance neben dem Strukturwandel in der Braunkohle auch die Verkehrswende endlich mit einem großen Schritt in Angriff zu nehmen“, so Timm weiter.

Sascha Solbach ergänzt: „Das gesamte Revier schaut nun gespannt nach Berlin. Wir stellen uns der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung und bauen eine ganze Region um – nun muss Berlin auch Wort halten und ein Strukturstärkungsgesetz auf den Weg bringen, dass seinen Namen auch verdient, die Energie-DNA des Rheinischen Reviers berücksichtigt und mit einer modernen Verkehrsinfrastruktur neue Räume und Wege für die Schaffung einer guten Zukunftsperspektive eröffnet.“

Die Rhein-Erft SPD begrüßt, dass der Bund die Kosten für eine Machbarkeitsstudie übernimmt und somit das Projekt möglich werden lässt.

Hintergrund:

Im April 2010 haben der Vorsitzende der Rhein-Erft-SPD, Guido van den Berg MdL, und Dierk Timm die Pläne für ein S-Bahn Netz im Rhein-Erft-Kreis vorgestellt. Seitdem arbeiten wir beharrlich an der Verwirklichung dieser Vision, die von vielen anfangs belächelt worden ist. Inzwischen ist klar: Die S-Bahn wird kommen! Das SPD-Konzept zur S-Bahn wird fast 1:1 umgesetzt werden.

Original Deckballt des SPD SBahn Konzepts von 2010Ausschnitt S-Bahn Konzept zur Erft S-Bahn

 

 

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