Bahnhof Horrem und Haltepunkt Sindorf sollen zu Mobilstationen aufgewertet werden

Knotenpunkte für den Umstieg auf S- und Eisenbahn sollen demnächst zu sogenannten Mobilsstationen werden. In Kerpen sind dabei besonders Sindorf und der Banhof Horrem geeignete Kandidaten.

Bild: Von EveryPicture - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, h

Die Errichtung eines Netzes von sogenannten Mobilstationen hat für den NVR hohe Priorität, damit die Vernetzung von Individualverkehr im Auto oder auf dem Fahrrad und öffentlichen Angebot aus Bus und Bahn spürbar verbessert wird. Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) hat dazu inzwischen Voruntersuchungen durchgeführt und das Projekt mit Verkehrspartnern und Kommunen erörtert. Dierk Timm, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und des Aufsichtsrats des NVR  erläutert:

„Mobilstationen sind in meinen Augen ein wichtiger Schritt um die Verzahnung von Individualverkehr mit öffentlichem Nahverkehr zeitgemäß zu verbessern. Hier geht es um deutliche Komfortgewinne für alle Kundinnen und Kunden. Die Mobilstationen sind ein guter Schritt zur zukunftssicheren Aufwertung des öffentlichen Nahverkehrs.“

Der Bahnhof Horrem und der Haltepunkt Sindorf wurden bei einer Untersuchung aufgrund des Fahrgastaufkommens, ihrer regionalen Bedeutung und der vorhandenen Infrastruktur als sinnvolle Standorte identifiziert, an denen aber noch ein hoher Handlungsbedarf zur Abschaffung von Defiziten besteht. Timm:

„Die Aufwertung der Stationen Sindorf und Horrem zu Mobilstationen befürworte ich ausdrücklich. Die regionale Bedeutung des Haltepunkts Sindorf legt die Aufwertung zur Mobilstation nahe. Die Untersuchung hat aber auch weitere Defizite aufgedeckt. So fehlen zum Beispiel eine Notrufsäule oder eine digitale Fahrgastinformation für den Busverkehr.

Horrem stellt den zentralen Bahnhof des Rhein-Erft-Kreis dar, hier ist eine Aufwertung zur Mobilstation in meinen Augen selbstverständlich und der Standort erfüllt bereits so gut wie alle Mindestanforderungen. Die Untersuchung empfiehlt aber auch dringend den Ausbau des Angebots an Park&Ride- und Bike&Ride-Kapazitäten. Das kann wohl jeder, der regelmäßig von Horrem aus pendelt, unterschreiben. „

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kerpener Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Andreas Lipp betont:

„Die Angebotsverbesserungen sind  gute Maßnahmen um noch mehr Kunden ein gutes Angebot zu machen und so zur umweltfreundlichen Alternative Bahn zu bewegen. Allerdings muss insbesondere der Haltepunkt Sindorf deutlich verbessert werden. Zu Stoßzeiten ist der Bahnsteig völlig überfüllt, auf diese Missstände weisen wir nun seit über zehn Jahren hin. Hier muss endlich was passieren. Die Aufwertung zur Mobilstation wäre ein guter Schritt. Dann sollte aber auch das Angebot für Radfahrer verbessert werden. Eine Überdachung der Fahrradstellplätze auf Seite des S-Bahnhaltepunktes wäre zum Beispiel eine relativ überschaubare Maßnahme, die vielen Radpendlern das Leben leichter machen würde.

Zur Weiterentwicklung des Bahnhofs Horrem und seines Umfelds hat die SPD bereits detaillierte Vorschläge gemacht, Stichwort Bahnstadt Horrem. Der Ausbau der Park&Ride-Kapazitäten ist dringend erforderlich und spielt in unseren Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Quartiers rund um den Bahnhof eine wichtige Rolle. Die SPD in Kerpen ist hier die treibende Kraft.“

Die Sozialdemokraten sind sich einig:

„Wir werden in Kreis und in Kerpen weiter dafür arbeiten, dass die Menschen komfortabel und sicher ein gutes Bahn- und Busangebot nutzen können. An einer Mobilitätswende führt kein Weg vorbei, sonst ersticken wir an Abgasen und Verkehr. Das Konzept Bahnstadt Horrem der Kerpener SPD macht deutlich, dass hier auch Potentiale zur Innenstadtentwicklung liegen.“

Das sind Mobilstationen:

Haltepunkte und Bahnhöfe die ein gewisses Maß an Beeutung haben (tägliche Nutzerzahl, Verknüpfung mit anderen Verkehrsangeboten) sollen nach und nach zu sogenannten Mobilstationen aufgewertet werden. Dazu müssen sie bei Einrichtung und Ausstattung bestimmte Mindestanforderungen erfüllen und sollen auch optisch klar erkennbar sein. Neben der Erfüllung von Mindestanforderungen gibt es zahlreiche weitere Merkmale von unterschiedlicher Bedeutung (Bike&Ride Kapazitäten, Einzelhandel, etc.). Diese wurden in Kategorien eingeordnet und aus diesen Kategorien muss ebenfalls eine bestimmte Anzahl zusätzlich erfüllt werden, damit ein Haltepunkt zur Mobilstation werden kann.

 

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