Neuorganisation Busverkehr im Rhein-Erft-Kreis: Enttäuschung überwiegt

Erstes Fazit nach über drei Wochen Busverkehr unter REVG-Regie fällt ernüchternd aus. Pressemitteilung mit einer ersten Bilanz zum neuorganisierten Busverkehr im Rhein-Erft-Kreis.

Auch nach dem der neu organisierte Busverkehr nun einige Wochen unter alleiniger Verantwortung der REVG läuft, scheint es immer noch viele Probleme zu geben. Beschwerden über Busse, die ihre Routen nicht einhalten und mangelnde Ortskenntnis der Fahrer kann man zahlreich in den sozialen Medien finden.
„Uns erreichen fast täglich Berichte von wütenden Kunden. Von der REVG wurde versprochen, dass das Personal ab dem 1. Januar gut vorbereitet die Routen bedienen würde. Offenbar hat das Training vorab nicht alle Fahrer erreicht“, meint der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dierk Timm.

Deutlich teurer als alte Organisationsform

Bereits jetzt wird auch deutlich, dass etliche der vollmundigen Versprechungen die zur Begründung der Umstellung auf den Alleinbetrieb durch die REVG und von ihr beauftragten Subunternehmern herangezogen wurden, deutlich übertrieben waren. „Vor einem Jahr hatten wir noch einen zuverlässigen Busverkehr, der außerdem deutlich günstiger war. Heute schon zeichnet sich ab, dass das Abenteuer deutlich teurer werden wird, als von der Jamaika-Koalition behauptet“, betont Timm.
Während der Diskussion um die Neuorganisation des Busverkehrs wurde von den Befürwortern das Einsparpotential mit ca. fünf Millionen Euro gegenüber den vom damaligen Partner RVK in Rechnung gestellten Beträgen beziffert.

„Davon will heute niemand mehr was wissen. Mit den zu erwartenden Millionen an Mehrkosten hätte man das bestehende Angebot deutlich ausweiten und trotzdem die Flotte modernisieren können. In den Nachbarkreisen werden umweltfreundliche Antriebe eingeführt und wir sind weiter an Diesel gebunden“, stellt Timm fest.

„Schön ist, dass die Fahrer, die bei der REVG beschäftigt sind, nun in einer höheren Tarifgruppe eingeordnet sind. Wie die Situation aber bei den Subunternehmern aussieht müssen wir kritisch im Blick behalten“, kündigt Timm an.

Die REVG müsse nun alles daran setzen die bestehenden Probleme abzustellen, damit endlich wieder Stabilität einkehre. „Seit über einem halben Jahr leiden die Kunden unter einem unzuverlässigen Angebot. Damit muss endlich Schluss sein.“

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