„Busfahren darf nicht zum Glücksspiel werden!“

Auf der Linie 960 fallen reihenweise Fahrten aus und die wartenden Gäste werden nicht informiert. Das droht in den kommenden Wochen auch noch auf anderen Linien im Rhein-Erft-Kreis, denn den Subunternehmen laufen die Fahrer weg. Dies ist aber ein hausgemachtes Problem von Verwaltung und REVG. Deshalb müssen weitere Ausfälle unbedingt verhindert werden.

Bild: Von Mikosch - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Fahrtenausfälle sind hausgemachtes Problem der REVG

In den letzten Wochen kommt es vermehrt zu Ausfällen von einzelnen Fahrten im Busverkehr  der REVG. Besonders auf der Linie 960 sind Ausfälle zeitweise schon der Normalfall. Entsprechende Beschwerden erreichten die SPD-Kreistagsfraktion und auch Radio Erft berichtete bereits.
Vor diesem Hintergrund stellt die SPD-Fraktion eine Anfrage zum kommenden  Verkehrsausschuss am 30.08.2018. Der Fraktionsvorsitzende Dierk Timm:

„Wir wollen konkret wissen, wie viele Fahrten auf welchen Linien ausgefallen sind. Besonderen Wert legen wir aber auch darauf, dass die Verwaltung Maßnahmen veranlasst, um solche  Ausfälle zu vermeiden. Das absolute Minimum muss eine rechtzeitige Information der Fahrgäste sein. Menschen, die zum Beispiel mit dem Bus zur Arbeit fahren, werden hier aktuell eiskalt im Regen stehen gelassen.“

Wohl aufgeschreckt durch die Presseberichterstattung und die Anfrage zum Verkehrsausschuss  erreichte Timm Ende letzte Woche ein Schreiben der REVG, in dem die Geschäftsführung den Eindruck vermittelt, die Probleme konzentrierten sich nur auf ein Subunternehmen.

„Aus dem Schreiben geht klar hervor, dass die aktuellen Probleme hausgemacht sind. Die REVG bemüht sich händeringend um Fahrer, damit sie am 01.01.2019, wenn sie selber 51% der Fahrten im Kreis anbieten muss, keine Blamage erlebt. Dazu lockt sie mit einem vergleichsweise guten Gehalt. Das ist natürlich schön für die Fahrer, aber führt auch dazu, dass nun den bisher eingesetzten Unternehmen das Personal weg läuft“, erklärt Timm.

„Die Situation wird sich in den kommenden Monaten wohl eher verschärfen. Deshalb können wir es nicht akzeptieren, wenn die REVG den Eindruck vermittelt, sie könne da aktuell nicht viel tun und eine bessere Information der Fahrgäste sei nicht möglich. Viele Menschen sind auf einen zuverlässigen Busverkehr angewiesen. Diesen Bürgern monatelang erzählen zu wollen, dass Busfahren ein Glücksspiel ist, ist nicht akzeptabel. Verwaltung und REVG stehen hier in der Pflicht, denn die aktuellen Probleme gehen auf die Weichenstellung von Kreistagsmehrheit und Verwaltung zurück“, stellt Timm klar.

Mehr zu diesem Thema:

Unsere Anfrage im Wortlaut:

Verkehrsausschuss: Ausfallende Busverbindungen aufgrund der überstürzten Umstrukturierung der REVG

Das Schreiben der REVG zum Thema: https://www.dierktimm.de/wp-content/uploads/sites/41/2018/08/REVG_Fahrerprobleme_23-08-2018.pdf

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