Kreis hält Bildungsangebot für Flüchtlinge zurück

Der Kreis weigert sich bisher "Fit für mehr"-Klassen für nicht mehr schulpflichtige, junge Geflüchtete anzubieten. Die Begründung dafür hat sich als komplett falsch herausgestellt.

Bild: colourbox

Das sogenannte „Fit für Mehr“-Programm, welches noch von der alten SPD-geführten Landesregierung aufgelegt wurde ermöglicht jungen Geflüchteten einen Einstieg in unser Bildungssystem. Für Flüchtlinge, die nicht mehr schulpflichtig sind, gibt es ebenfalls ein solches Angebot, damit diese jungen, integrationswilligen Menschen für Ausbildung oder Studium vorbereitet werden können. Dieses gute Programm wird vielerorts bereits umgesetzt.

Warum gibt dieses Angebot nicht bei uns im Rhein-Erft-Kreis?

Bereits letztes Jahr wollten wir von der Kreisverwaltung wissen, warum es diese Angebote für ältere Flüchtlinge nicht bei uns im Kreis gibt. Fehlende rechtliche Grundlage, keine Ressourcen…das war die Antwort der Kreisverwaltung. Unser Landtagsabgeordneter Guido van den Berg hat dies mit einer Kleinen Anfrage bei der Landesregierung überprüft und die Antwort ist eindeutig:

Rechtliche Grundlage besteht (natürlich, ist ja ein laufendes Landesprogramm) und die Bezirksregierung hält entsprechendes Personal extra für dieses Programm bereit.

Wir machen Druck

Zum nächsten Schulausschuss haben wir das Thema auf die Tagesordnung setzen lassen. Es muss Schluss sein mit der Blockade eines Bildungsangebots für motivierte, integrationswillige junge Menschen. Das extra dafür bereitstehende Ressourcen des Landes nicht abgerufen werden ist ein Trauerspiel.

Mehr dazu:

Kreis muss endlich Bildungsangebote für Flüchtlinge ausweiten!

Kreis muss mehr für die Flüchtlingsintegration tun

Es ist ein Kommentar vorhanden

Machen Sie bei der Konversation mit.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.